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Am 28.04.2022 hat der diesjährige Girls Day auch in der Stadt Pinneberg stattgefunden. Die Stadtverwaltung will Mädchen in ihrer Berufswahl stärken und Interesse für männerdominierte Arbeitsbereiche wecken

"Mädchen und junge Frauen in Deutschland verfügen über die beste Schulbildung in der Geschichte“, so Deborah Azzab-Robinson, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pinneberg. "Trotzdem entscheiden sich mehr als die Hälfte der Mädchen für nur zehn verschiedene Ausbildungsberufe. Darunter ist kein einziges naturwissenschaftlich-technisches oder ein von überwiegend Männern ausgeübtes Berufsfeld.“ Jungs sind demgegenüber zu wenig in Berufen aus dem sozialen, erzieherischen und pflegerischen Bereich vertreten. Also in Berufen, in denen Sozialkompetenz und neue Männlichkeitsbilder gefragt sind.

Dieses Jahr hat sich die Stadt Pinneberg mit ausgewählten Plätzen wieder an dem Aktionstag beteiligt. So hat eine Schülerin bei der Friedhofsgärtnerei des Kommunalen Servicebetrieb der Stadt (KSP) einen ereignisreichen Girls` Day erlebt. Dabei ging es neben der Gartenpflege auch um den Kreislauf der Natur, zu dem Leben und Sterben dazu gehören. In Begleitung mit Merlin Thuma, Gärtner beim KSP haben beide eine Grabstätte neu hergerichtet, alte Pflanzen entfernt und neue gesetzt. Dazu gehörten auch das Verlegen neuer Trittplatten und das Anpflanzen und Angießen von Bodendeckern. Am Ende konnte die Schülerin der Vorbereitung einer Gruft für eine Sargbestattung beiwohnen.

„Im nächsten Jahr wollen wir beim Girls‘ Day wieder voll dabei sein und so viele Plätze wie vor der Pandemie anbieten,“ sagt Urte Steinberg. „Mädchen und Frauen zu stärken, sich für männerdominierte Berufe zu entscheiden, ist für die Stadt Pinneberg ein wichtiges Ziel.“

Deborah Azzab-Robinson                                                                                                                                                         
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pinneberg      

Bild: Friedhof Pinneberg im Frühling
Bild: Stadt Pinneberg