Aktuelles aus dem Rathaus

Erweiterung des Sozialpasses der Stadt Pinneberg

Es ist schwierig, mit einem schmalen Budget am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Schon eine Kursgebühr in der Volkshochschule oder die Kosten für eine Lesekarte der Stadtbücherei stellen einige Haushalte vor Herausforderungen. Mindestens 6.000 Pinnebergerinnen und Pinnebergern müssen ihre Ausgaben sehr sorgfältig planen, um bis zum Monatsende mit dem Geld auskommen zu können.

Um diese Situation zu erleichtern hat die Ratsversammlung der Stadt Pinneberg auf Initiative der SPD-Fraktion schon im September 2019 einen Grundsatzbeschluss gefasst, Bedürftigen einige Vergünstigungen einzuräumen. Im November 2020 wurde die Erweiterung des Sozialpasses von der Ratsversammlung beschlossen. Dieser Tage wurde der Haushalt der Stadt Pinneberg vom Land genehmigt, sodass nunmehr diesen Familien geholfen werden kann.

Berechtigt sind Empfänger*innen von Leistungen nach dem SGB II (Jobcenter) und nach dem SGB XII (Grundsicherung/Hilfe zum Lebensunterhalt), Empfänger*innen von Leistungen nach dem Wohngeldgesetz oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Rentner*innen und Pensionär*innen mit geringem Einkommen. Auch die im Haushalt lebenden Familienangehörigen können von den Vergünstigen profitieren.

Bei der Stadt Pinneberg können diese Personen einen Sozialpass beantragen. Nach Vorlage dieses Passes können sie in der Volkshochschule unentgeltlich an Kursen teilnehmen, erhalten in der Stadtbücherei eine kostenlose Lesekarte und freien Eintritt zu Veranstaltungen des Pinneberg Museums. In der Musikschule ist die Teilnahme an Gruppenkursen für Sozialpassinhaber*innen gratis. Einmal monatlich können sich Sozialpassinhaber*innen eine Gruppenfahrkarte des HVV, Tarifbereich A/B von der Stadt erstatten lassen.

Da noch nicht abzusehen ist, wie intensiv das Angebot genutzt wird, können die zu erwartenden Kosten noch nicht genau beziffert werden. Im Haushalt der Stadt wurde ein Betrag von ca. 100.000€ für den erweiterten Sozialpass reserviert.

„Die Stadt Pinneberg hält mit der Volkshochschule, der Musikschule, der Stadtbücherei und dem Pinneberg Museum ein großartiges Kultur- und Bildungsangebot vor. Niemand sollte aus finan-ziellen Gründen von der Nutzung dieser Einrichtungen ausgeschlossen werden.“ so Frau Bürgermeisterin Steinberg.