Aktuelles zum Leben in Pinneberg

Das Pinneberger Bündnis „Gewaltopfer Mann“ ist der Einladung des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Pinneberg gefolgt. Das Leuchtturmprojekt ist das erste seiner Art in Schleswig-Holstein und hat sich und den Flyer „Bleib kein Opfer, Mann!“ vorgestellt.

Die Pinneberger Initiative „Gewaltopfer Mann“ ist das erste regionale Netzwerk in Schleswig-Holstein, das sich mit häuslicher und sexualisierter Gewalt an Männern in Partnerschaft und Familie beschäftigt. Jetzt hat sich das Netzwerk den Mitgliedern des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Pinneberg (KPR) vorgestellt und seinen Flyer „Bleib´ kein Opfer Mann“ präsentiert. Der KPR ist ein bei der Stadt angesiedeltes informatives und beratendes Netzwerk mit über 30 Mitgliedern aus Politik, Vereinen, Verbänden und der Stadtverwaltung. Ziel ist, Kriminalität auf allen Ebenen vorzubeugen und Hilfe- und Unterstützungsangebote aufzuzeigen.

Die Idee des Netzwerkes kam von Herrn Carl – Eric Pudor, CDU Politiker in der Stadt Pinneberg: „Nachdem ich eine Studie über Gewalt gegen Männer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gelesen habe, wollte ich betroffene Männer in Pinneberg unterstützen und die Beratungsangebote sichtbar machen.“ In dem Netzwerk haben sich weiterhin Herr Dr. Bauermeister, Urologe und Vorsitzender von NUSS (Netzwerke Urologie), Herr Niemann vom Wendepunkt Elmshorn, Herr Seeba von der Erziehungsberatung des Diakonischen Werkes und Herr Svedja vom Diakonischen Werk zusammengeschlossen.

„Die Tatsache, dass auch Männer von Partnerschaftsgewalt oder Gewalt in der Familie betroffen sind, wird von der Gesellschaft weitgehend ausgeblendet,“ sagt Deborah Azzab-Robinson, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pinneberg und Bindeglied zwischen der Initiative und der Stadt.  

„Als ersten wichtigen Schritt hat das Bündnis den Flyer „Bleib kein Opfer, Mann“ mit

allen Beratungsangeboten für Männer, die von sexualisierter oder häuslicher Gewalt

betroffen sind, herausgeben.“ sagt Stefan Bohlen, Erster Stadtrat der Stadt Pinneberg. „Es ist wichtig, dass Männer zeigen, dass auch sie Gewalt erfahren können. Deshalb begrüße ich diese Initiative und freue mich, dass wir ein Leuchtturmprojekt etablieren, das eine Signalwirkung hat: Wir zeigen Solidarität mit betroffenen Männern!“

Die Informationsbroschüre finden Sie in vielen Arztpraxen, in den Einrichtungen der Bündnismitglieder, im Rathaus und auf der Homepage der Stadt Pinneberg unter der Rubrik Informationen der Gleichstellungsbeauftragten und dem folgenden Link:

https://pinneberg.de/fileadmin/user_upload/gsb/artikel/flyer_initiativegewaltopfermann.pdf.

Deborah Azzab-Robinson

Gleichstellungsbeauftragte Stadt Pinneberg